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Extrahieren einer Tonspur aus einer MKV unter Debian

6. Dezember 2009

Immer öfter wird der Matroska-Container als Container für x264-codiertes Video mit einer Audiospur verwendet. Auch Untertitel oder weitere Audiospuren kann der Container aufnehmen. Wenn man ein wenig zum Beispiel mit Fernsehaufnahmen rumspielt kann man schonmal in die Situation kommen, dass man aus einem MKV-Container nur eine bestimmte Audiospur oder Untertitel-Informationen extrahieren möchte. Unter Windows ist das leicht zu bewerkstelligen, unter Debian und Ubuntu aber eben so einfach.

Nachdem man aus den Binaries per “apt-get install mkvtoolnix” das MKVTool installiert hat kann man auch MKVExtract verwenden. Auf der Kommandozeile guckt man erst einmal was für Spuren in der MKV enthalten sind mit:

mkvmerge -i container.mkv

Ausgegeben wird dann etwas wie:

Track ID 1: video (V_MPEG4/ISO/AVC)
Track ID 2: audio (A_AC3)
Track ID 3: subtitles (S_TEXT/UTF8)

Man weiß also nun, dass der Container 3 Elemente aufbewahrt. Um nun ein Element aus dem Container zu extrahieren benutzt man nun mkvextract, die 2 steht für die ID, die wir ja vorher abgelesen haben:

mkvextract tracks container.mkv 2:tonspur.ac3

Das kann nun ein wenig dauern und ihr habt die extrahierte Tonspur. Um Untertitel zu extrahieren benutzt man dementsprechend folgenden Befehl:

mkvextract tracks container.mkv 3:untertitel.srt

Viel Spaß beim basteln, inspiriert hat mich Geekology ;)

Remote Desktop unter Debian Etch & Lenny mit NXServer und KDE

18. Mai 2009

Stundenlang habe ich gesucht um eine Remote-Desktop-Lösung für Etch oder Lenny zu finden. Nachdem ich eine durch SSH getunneltes VNC-Lösung wieder verworfen habe fand ich den durchaus attraktiven NXServer, der überall als sehr performant beschrieben wird.

Im Folgenden wird es daher wieder einmal ein Tutorial für Noobs geben, wie man an seinen Debian-Root-Server via Remote Desktop rankommt. Zunächst sei gesagt, dass diese Variante nicht die schönste ist, deshalb möchte ich darum bitten erst mit dem grafischen Desktop zu beginnen, wenn der Umgang mit der Konsole ein wenig vertrauter ist.

Also fangen wir an und begeben uns in die Konsole z.B via Putty. Es werden zunächst die “non-free”-Packetquellen in die sources.list hinzugefügt, wenn sie nicht schon vorhanden sind.

nano /etc/apt/sources.list

Wenn die non-free-Packet nicht in der Datei stehen sollte man diese hinzufügen:

deb http://ftp.debian.org/debian "etch oder lenny" main contrib non-free
deb-src http://ftp.debian.org/debian "etch oder lenny" main contrib non-free

Es sei gesagt, dass diese Variante für beide Versionen von Debian funktioniert.

apt-get update
apt-get upgrade

Wir besorgen uns die NXServer Packete

wget http://64.34.161.181/download/3.3.0/Linux/nxclient_3.3.0-6_i386.deb
wget http://64.34.161.181/download/3.3.0/Linux/nxnode_3.3.0-17_i386.deb
wget http://64.34.161.181/download/3.3.0/Linux/FE/nxserver_3.3.0-22_i386.deb

und installieren eine weitere Abhängigkeit:

apt-get install libaudiofile0

Nun installieren wir die Serverpackete von NXServer:

dpkg -i nx*

Die Serverpackete von NXServer sind nun installiert und wir machen uns an die Installation von KDE.

apt-get install xserver-xorg kde-i18n-de kdebase xfonts-base

Es werden eine Menge Abhängigkeiten installiert, sodass der Vorgang eine Weile dauern kann. Die Abfrage-Dialoge sollten durchgelesen und beachtet werden, aber theoretisch funktionieren auch die vom Installationsdialog vorgeschlagenen Settings. Beim Tastaturlayout natürlich am beste das eigene wählen.
Da der Root-Login sinnigerweise per default deaktiviert ist muss man einen neuen Benutzer im System anlegen

adduser NEUERUSER

und ihm im gleichen Zug ein Passwort zuteilen. Nun muss nur noch der Server oder auch nur der Dienst NXServer neugestartet werden (im Grunde reicht der Dienst)

/etc/init.d/nxserver restart

Ich benutze zum Verbinden Windows XP und den Client von NoMachine. Das wars auch schon dazu. Die IP usw in den Client zu übertragen sollte man noch hinbekommen. Die Verbindung geht per default verschlüsselt durch Port 22. Die hier vorgestellte Variante wurde unter Etch und Lenny mit 32Bit getestet.

Debian mit KDE via NXServer

Debian mit KDE via NXServer

Author: chris Categories: Linux, Tools, Windows Tags: , , , ,

[Tutorial] Teamspeak 2 Installation unter Debian

8. Mai 2009

In aller Kürze, weil es wirklich einfach und schnell geht die Installation eines Teamspeak 2 Servers auf einem Root oder Homeserver. Voraussetzung ist der Packer bzip2 (apt-get install bzip2) zum entpacken des Archives. Loggt euch auf dem Server als Root ein und gebt folgendes in der Konsole ein:

useradd ts
passwd ts
wget ftp://ftp.freenet.de/pub/4players/teamspeak.org/releases/ts2_server_rc2_202319.tar.bz2
tar -jxvf ts2_server_rc2_202319.tar.bz2
mv tss2_rc2 ts2
chown -R ts ts2
cd ts2
su ts
./teamspeak2-server_startscript start
./teamspeak2-server_startscript passwords

Teamspeak Webinterface unter http://IP_DES_SERVERS:14534 aufrufen.
Fertig, man kann sich als admin oder superadmin einloggen. Die Passwörter für die beiden wurden im letzten Schritt ausgegeben.

Author: chris Categories: Anleitungen Tags: , , ,

Torrentflux-B4rt Installation unter Debian Etch [Tutorial]

1. Mai 2009

Mit diesem Tutorial startet eine neue Reihe, die sich gerade an Linux/Debian-Neueinsteiger richtet. Sie heißt “For Dummies”, weil ich wirklich versuchen werden, in dieser Kategorie Tutorials und Anleitungen so verständlich und einfach wie nur möglich zu schreiben.

Torrentflux ist eine php-Applikation, die auf einem Webserver installiert werden kann und sich der Anwendung bittorrent bedient. Die B4rt-Version bietet etwas mehr Features als die Standard-Version wie zum Beispiel eine umfangreiche Benutzerverwaltung. Praktisch ist Torrentflux für das Seeden von Webservern aus, die bekanntlichermaßen schnell (min 100Mbit) an das Internet angebunden sind. In wenigen Minuten lassen sich viele GB Traffic managen und man muss den eigenen Rechner nicht laufen lassen für ein langsames Torrent. Man kann aber auch zu Hause einen alten Rechner als “Torrentbox” ausmisten.

“Ich habe einen Server und will sofort Torrentflux benutzen.”

Kein Problem, fangen wir an. Zuerst muss natürlich mal der SSH-Zugang hergestellt werden. Das setze ich wirklich vorraus, dass man das Passwort für den root-Benutzer in der Mail seines Providers findet bzw. ihn kennt.

Wir gucken mal in die sources.list um zu sehen ob die Repositorys vollständig sind (ich benutze Nano als Editor. Sollte er nicht installiert sein -> apt-get install nano)

nano /etc/apt/sources.list

Insofern nicht vorhanden fügen wir folgende hinzu, indem wir sie in die Zwischenablage kopieren und per Rechtsklick in der Konsole einfügen:

deb http://ftp.debian.org/debian etch main contrib non-free

Die Datei speichern mit STRG+O und schließen mit STRG+X.

Es lohnt sich immer sein System aktuell zu halten, daher ist upgraden vorhandener Packete eine gute Sache. Wir packen das in die Konsole und aktualisieren so die Packetlisten und upgraden vorhandene Programme auf dem Rootserver.

apt-get update && apt-get upgrade

Wenn nach Aktualisierung von Packeten gefragt wird antworten wir natürlich mit “y” für yes. Sehr gut, nun kann es eigentlich richtig losgehen. Erstmal ein paar Packete installieren würde ich sagen.

apt-get install apache2 php5-mysql libapache2-mod-php5 mysql-server bzip2 php5-cli php5-gd phpmyadmin zip unzip unrar libxml-dom-perl libxml-simple-perl libhtml-parser-perl libdigest-sha1-perl bittorrent bittornado cksfv vlc-nox uudeview

Bisschen Zeit einplanen, unter Umständen schon in den nächsten Schritt schauen. Wir ändern das root-Passwort des MySQL-roots:

mysqladmin --user=root password MEINPASSWORT

Ok, jetzt wechseln wir in den Ordner www:

cd /var/www

Torrentflux-b4rt wird dorthin heruntergeladen:

wget http://download.berlios.de/tf-b4rt/torrentflux-b4rt_1.0-beta2.tar.bz2

und entpackt:

tar xjvf torrentflux-b4rt_1.0-beta2.tar.bz2

Den Ordner, so wie dann später auf ihn Online zugegriffen werden soll:

mv torrentflux-b4rt_1.0-beta2 b4rt

Schließlich machen wir den Config-Ordner vom Server beschreibbar:

chown -R www-data:www-data /var/www/b4rt/html/inc/config

Und erstellen noch einen Ordner für die fertiggestellten Downloads,

mkdir /var/lib/torrentflux

der auch für den Webserver lesbar sein sollte:

chown -R www-data:www-data /var/lib/torrentflux

Wir starten mal den Apache neu:

/etc/init.d/apache2 restart

Und jetzt sollte das  Torrentflux-Setup problemlos aufrufbar sein unter:

http://Sever-IP/b4rt/html/setup.php

In der Konfiguration der MySQL-Datenbank wird bei Name b4rt und bei Username root eingegeben und bei Passwort das, was ihr oben festgelegt habt. Alle weiteren Schritte sollten reibungslos funktionieren. Beim User Download Path wird der oben erstellte angegeben:

/var/lib/torrentflux

Ist die Installation beendet, wird die Setup-Datei aus Sicherheitsgründen gelöscht:

rm /var/www/b4rt/html/setup.php

Glückwunsch, der Torrentflux Server ist installiert und abrufbar unter:

http://Sever-IP/b4rt/html/

Der Login erfolgt über den Benutzernamen admin und dem Passwort, was oben schon dem MySQL-Nutzer zugewiesen wurde.

Erste Amtshandlung, da das Tutorial ja für Etch ist und Lenny seit ein paar Wochen draußen ist, Lenny runterladen ;)

Torrentflux-B4rt - Überblick

Torrentflux-B4rt - Überblick