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VPN-Dienst Perfect-Privacy – Dauertest Teil 4 – Verbindungswege

15. Mai 2009

Zwar habe ich in den ersten Teilen nur von VPN-Verbindungen geredet, es gibt allerdings noch andere Wege die Proxys von Perfect-Privacy (im Folgenden PP genannt) zu nutzen. Es gibt folgende Verbindungsarten: OpenVPN (außer Teheran), PPTP VPN (außer Perth), SSH, Sqid oder Sock5. Für VPN und SSH gibt es im Download-Bereich eigens preparierte Firefox-Versionen, die schon alle Server enthalten. Für SSH-Verbindungen steht im Downloadbereich auch ein eigener Client bereit, der in der Basis auf Putty basiert. Jede Art der Verbindung hat ihren eigenen Vorteil.

SSH zur Teilverschlüsselung

Die Verbindung via SSH wird gewöhnlich genutzt um einzelne Programme zu Tunneln, also über den PP-Server zu schicken. Das hat den Vorteil, dass man beispielsweise nur den Downloadmanager oder nur seinen Browser für die Proxy-Nutzung konfiguriert und der Rest die Haus-IP benutzt. So kann man Online-Spiele weiter nutzen während man nur mit dem Messenger über PP eingewählt ist.

Die Verbindung funktioniert recht simpel:

Perfect Privacy - Eigener SSH-Client

Perfect Privacy - Eigener SSH-Client

Die Einwahl erfolgt durch das Programm von PP. Die Server sind vorkonfiguriert, sodass man nur seine Zugangsdaten eingeben muss. Wenn die Verbindung hergestellt ist hat der Client eine Art “lokalen Server” mit Port 8020, der das Programm umleitet auf den PP-Server. Fast jedes Programm bietet das Einstellen der Proxy-Konfiguration an, sodass man dort als Proxy Server “localhost”, als Port 8020 und seine Benutzerdaten eintragen kann.

VPN zur Vollverschlüsselung

Via VPN eingewählt läuft der komplette Internetverkehr eines Rechners über den PP-Server. Das ist von Vorteil, wenn man sich sicher gehen möchte, das kein Programm mit der echten IP nach außen “telefonieren” möchte oder wenn man einfach keine Lust hat Proxy-Server für einzelne Programme festzulegen. Die Konfigurationsdateien mit den Serverinformationen (Zertifikate etc.) bietet PP im Mitglieder-Bereich zum Download an. Man kann sich aus den Konfigurationen für jeden einzelnen Server oder einer großen Zip-Datei entscheiden. Die Einwahl sieht nach Passworteingabe so aus.

OpenVPN - Einwahl

OpenVPN - Einwahl

Squid und Sock5

als letztes kann man die Perfect-Privacy noch als Squid oder Sock5 benutzen. Das Programm Proxifier bietet eine recht gute Möglichkeit, einen Sock5 für alle Verbindungen zu erzwingen. Für Sqid kann letztlich auch der normale Browser herhalten.

Author: chris Categories: Allgemein Tags:

VPN-Dienst Perfect-Privacy – Dauertest Teil 2 – Standorte und Anbindungen

8. Mai 2009

Wie versprochen soll es heute um die verschiedenen Standorte der Server von Perfect Privacy (im Folgenden PP) gehen. Bruce von PP hat mir erlaubt die Weltkarte der Serverstandorte zu verwenden, deshalb möchte ich sie euch hier nicht vorenthalten:

Perfect-Privacy - Serverstandorte

Perfect-Privacy - Serverstandorte

Wie man auf den ersten Blick erkennt sind die Server auf der ganzen Welt verteilt, was natürlich auch bedeutet, dass sie in diversen Rechtsräumen stehen in denen man sich theoretisch bei einer Einwahl auch befindet (zumindest IP-technisch). Was ich in dem ersten Beitrag nicht erwähnt habe ist, dass PP nach eigenen Angaben keinerlei Logs speichert, wodurch eine Verfolgung der Verbindung erheblich erschwert wird. Im Folgenden eine Liste der Anbindungen und zu beachtenden Einschränkungen der Server. Einige Server haben zum Beispiel ein Traffic-Limit oder gesperrte Ports (Mail-Ports wegen Spam).
Angaben vom 8.5.2009

StandortAnbindungTrafficMail (25 & 465)
Perth, Australien10 Mbit/sUnlimitiertja
Cyberjaya, Malaysia100 Mbit/sUnlimitiertja
Hong Kong, China100 Mbit/sUnlimitiertnein
Teheran, Iran100 Mbit/sUnlimitiertja
Tel Aviv, Israel10 Mbit/sUnlimitiertnein
Bucharest, Romänien100 Mbit/sUnlimitiertja
Moscow, Russland2 x 100 Mbit/sUnlimitiertnein
Berlin, Deutschland100 Mbit/sUnlimitiertja
Zürich, Schweiz10 Mbit/sUnlimitiertnein
Steinsel, Luxemburg4 x 100 Mbit/sUnlimitiertja
Amsterdam, Niederlande3 x 100 Mbit/sUnlimitiert2 nein, 1 ja
Roubaix, Frankreich2 x 100 Mbit/sUnlimitiertnein
London, England100 Mbit/sUnlimitiertnein
Montreal, Canada100 Mbit/s3 TBnein
Chicago, U.S.A100 Mbit/sUnlimitiertnein
Woodstock, U.S.A100 Mbit/sUnlimitiertnein
Los Angeles, U.S.A100 Mbit/s3 TBnein
Plaza, Panama100 Mbit/sUnlimitiertnein
Gesamt (theoretisch)2230 Mbit/s663 TB

Natürlich können diese Werte nie zu 100% erreicht werden, da die Anbindung von mehrern Faktoren abhängt wie dem Routing oder ob die Anbindung im Rechenzentrum shared oder unshared ist. In Panama zum Beispiel werden auch bei vielen Nutzern selten mehr als 3 Mbit Gesamtbandbreite gemessen, in Cyberjaya ist es ähnlich.
Im nächsten Teil teste ich die Ping-Werte und die “Hops” auf der “Route” der Datenpackete der Server um abschätzen zu können welcher Server für welchen Zweck geeignet wäre.

Author: chris Categories: Privatsphäre Tags: , ,