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Artikel Tagged ‘Privatsphäre’

Firefox und IE mit Privatem Surfmode aka “Porn-Mode”

25. Juni 2009

Der neue Firefox 3.5 kommt mit einem sogenannten “Privaten Modus” oder auch von einigen als “Porn Mode” bezeichneten Funktion, die es erlaubt im Firefox zu surfen ohne Spuren zu hinterlassen. Diese Funktion eignet sich ziemlich gut für die gemeinsame Benutzung von Computern, da man unter Umständen mal nach einem Geburtstagsgeschenk für den Partner sucht oder man sonst irgendwelche Geheimnisse hat. Mit den Tasten “Strg + Umschalt + P” wird der Modus aktiviert und man kann freizügig surfen. Möchte man wieder in den normalen Modus zurückkehren drückt man wieder die Tastenkombination und die vorher geöffneten Tabs werden wiederhergestellt.

Firefox 3.5 - Privater Modus

Firefox 3.5 - Privater Modus

Der Internet Explorer hat dieses Feature übrigens ebenso aufgegriffen, wobei Apples Safari dieses Feature wohl zuerst hatte. Ein paar nette Cartoons dazu gibts es übrigens hier. Wer diese Version erst einmal austesten möchte kann sie sich bei Caschy als portable herunterladen.

Freie, unzensierte alternative DNS-Server

19. Juni 2009

Ich habe zwar schonmal im Zusammenhang mit den Sperrlisten alternative DNS-Server genannt, allerdings habe ich in den letzten Wochen auch die Schattenseiten kennengelernt. Das Projekt OpenDNS zum Beispiel zeigt bei falscher Eingabe einer Domain eine “404-Page”, die mit Werbung bestückt ist und die ich zuletzt frecherweise bei T-Online gesehen habe. Zudem sind die OpenDNS-Server auch noch zensiert, weshalb ich keinen Nutzen in ihnen finden kann.  Jetzt könnte man mir natürlich sagen, nutz doch einfach keine Seiten, die OpenDNS zensiert. Nein, ich möchte gern die Möglichkeit haben jede existierende Domain aufzulösen zu können. Daher benutze ich momentan folgende DNS-Server:

  • 85.214.73.63 (FoeBuD e.V.)
  • 87.118.100.175 (Germany Privacy Foundation)

Und sollte ich mich einmal vertippt haben wartet Firefox brav sein Timeout ab und sagt mir “Adresse nicht gefunden”, da der DNS-Server für diesen Part nicht einspringt um mir zu “helfen”. Bisher bin ich zufrieden mit der DNS-Einstellung, aber es wird sich zeigen ob diese auf Dauer so gut ist.

[Tutorial] Mit Truecrypt einen Container erstellen

29. Mai 2009

Verschlüsselung wird ein immer spannenderes Thema. Die Justiz versteht teilweise entweder moderne, im Internet entstehende Problem nicht vollständig oder unterzeichnet einfach aus Unlust immer schneller eine Hausdurchsuchung. Um sich und seine Daten bei sich und nur seinen eigenen Augen zu behalten, empfehle ich empfindliche Dateien zu verschlüsseln. In diesem Tutorial (inspiriert durch F!XMBR) soll es um die Erstellung eines verschlüsselten Containers mit Truecrypt gehen.

1. Download

Es gibt momentan Truecrypt 6.2, welches auf der Homepage für Windows, Mac und Linux verfügbar ist. Unter Windows hat man bei der Installation die Wahl zwischen einer Festinstallation und dem Extrahieren, also der portablen Nutzung. In der portablen Version sind einige Funktionien wie z.B die Vollverschlüsselung eines Systems nicht verfügbar. Ist das Programm gestartet, so wählt man im Hauptfenster “Create Volume” und hat dann die Wahl zwischen verschiedenen Optionen.

2. “Create an encrypted Container”

Truecrypt 6.2 - Erstellung eines Containers

Truecrypt 6.2 - Erstellung eines Containers

3. “Standard Truecrypt Volume”

Truecrypt 6.2 - Standard Volume

Truecrypt 6.2 - Standard Volume

4. “Volume Location”

Truecrypt 6.2 - Volume Location

Truecrypt 6.2 - Volume Location

5. “Encryption Options”

Hier kann man nun den Verschlüsselungs-Algorithmus wählen. Man sollte beachten, dass bei der Verwendung mehrerer Verschlüsselungen die Lese- und Schreibgeschwindigkeit abnimmt und somit die Performance sinkt. Man sollte sich also auch fragen, was man in dem Container aufbewahren möchte. Man kann unter “Benchmarks” die Datenraten sehen.

Truecrypt 6.2 - Wahl der Verschlüsselung

Truecrypt 6.2 - Wahl der Verschlüsselung

6. Benchmarks betrachten & vergleichen

Truecrypt 6.2 - Benchmarks vergleichen

Truecrypt 6.2 - Benchmarks vergleichen

7. “Volume Size” – Wie groß soll das Volume werden

Truecrypt 6.2 - Wahl der Größe des Containers

Truecrypt 6.2 - Wahl der Größe des Containers

8. Wahl des Passworts

Truecrypt 6.2 - Password

Truecrypt 6.2 - Password

9. Volume erstellen

Bevor man “Format” drückt und das Volume erstellt kann man das Dateisystem wählen. Man beachte dabei die maximalen Dateigrößen der Dateiesysteme. Bei sehr großen Einzeldateien sollte man also NTFS wählen, für ein paar Dokumente ist FAT optimal.

Truecrypt 6.2 - Erstellen des Volumes

Truecrypt 6.2 - Erstellen des Volumes

10. “Einbinden des Containers”

Zum Einbinden des Containers wählt man einen Laufwerksbuchstaben und den Container und klickt auf “Mount”. Anschließend wird das Password eingegeben.

Truecrypt 6.2 - Container als Laufwerk einbinden

Truecrypt 6.2 - Container als Laufwerk einbinden

11. Fertig

Truecrypt 6.2 - Eingebundener Container

Truecrypt 6.2 - Eingebundener Container

VPN-Dienst Perfect-Privacy – Dauertest Teil 2 – Standorte und Anbindungen

8. Mai 2009

Wie versprochen soll es heute um die verschiedenen Standorte der Server von Perfect Privacy (im Folgenden PP) gehen. Bruce von PP hat mir erlaubt die Weltkarte der Serverstandorte zu verwenden, deshalb möchte ich sie euch hier nicht vorenthalten:

Perfect-Privacy - Serverstandorte

Perfect-Privacy - Serverstandorte

Wie man auf den ersten Blick erkennt sind die Server auf der ganzen Welt verteilt, was natürlich auch bedeutet, dass sie in diversen Rechtsräumen stehen in denen man sich theoretisch bei einer Einwahl auch befindet (zumindest IP-technisch). Was ich in dem ersten Beitrag nicht erwähnt habe ist, dass PP nach eigenen Angaben keinerlei Logs speichert, wodurch eine Verfolgung der Verbindung erheblich erschwert wird. Im Folgenden eine Liste der Anbindungen und zu beachtenden Einschränkungen der Server. Einige Server haben zum Beispiel ein Traffic-Limit oder gesperrte Ports (Mail-Ports wegen Spam).
Angaben vom 8.5.2009

StandortAnbindungTrafficMail (25 & 465)
Perth, Australien10 Mbit/sUnlimitiertja
Cyberjaya, Malaysia100 Mbit/sUnlimitiertja
Hong Kong, China100 Mbit/sUnlimitiertnein
Teheran, Iran100 Mbit/sUnlimitiertja
Tel Aviv, Israel10 Mbit/sUnlimitiertnein
Bucharest, Romänien100 Mbit/sUnlimitiertja
Moscow, Russland2 x 100 Mbit/sUnlimitiertnein
Berlin, Deutschland100 Mbit/sUnlimitiertja
Zürich, Schweiz10 Mbit/sUnlimitiertnein
Steinsel, Luxemburg4 x 100 Mbit/sUnlimitiertja
Amsterdam, Niederlande3 x 100 Mbit/sUnlimitiert2 nein, 1 ja
Roubaix, Frankreich2 x 100 Mbit/sUnlimitiertnein
London, England100 Mbit/sUnlimitiertnein
Montreal, Canada100 Mbit/s3 TBnein
Chicago, U.S.A100 Mbit/sUnlimitiertnein
Woodstock, U.S.A100 Mbit/sUnlimitiertnein
Los Angeles, U.S.A100 Mbit/s3 TBnein
Plaza, Panama100 Mbit/sUnlimitiertnein
Gesamt (theoretisch)2230 Mbit/s663 TB

Natürlich können diese Werte nie zu 100% erreicht werden, da die Anbindung von mehrern Faktoren abhängt wie dem Routing oder ob die Anbindung im Rechenzentrum shared oder unshared ist. In Panama zum Beispiel werden auch bei vielen Nutzern selten mehr als 3 Mbit Gesamtbandbreite gemessen, in Cyberjaya ist es ähnlich.
Im nächsten Teil teste ich die Ping-Werte und die “Hops” auf der “Route” der Datenpackete der Server um abschätzen zu können welcher Server für welchen Zweck geeignet wäre.

Author: chris Categories: Privatsphäre Tags: , ,

VPN-Dienst Perfect-Privacy – Dauertest Teil 1 – Allgemein

5. Mai 2009

Ich möchte heute eine neue fortlaufende Reihe über den VPN-Anbieter Perfect-Privacy beginnen. Ich habe ihn letztens kurz im Zusammenhang mit den neuen Sperrlisten erwähnt und versprochen später darauf einzugehen. Heute geht es erst einmal um den allgemeinen Teil. VPN heißt ausgesprochen “virtuelles privates Netzwerk” (engl. virtual private network) und es wird mithilfe eines virtuellen Netzwerk-Adapters hergestellt. Man kann sich die Verbindung wie über eine Netzwerkkarte vorstellen, an der einfach alles durchgeht, denn eine VPN-Verbindung tunnelt den gesamten Internetverkehr. Ein erster Blick auf den Anbieter und man entdeckt den Preis von 149,95€ im Jahr.

Perfect-Privacy - Privatsphäre via VPN

Perfect-Privacy - Privatsphäre via VPN

Nachdem man den Anblick erst einmal verdaut hat wird man sich fragen. Wofür brauche ich einen VPN-Zugang und was rechtfertigt diesen Preis? Eine VPN-Verbindung bei Perfect-Privacy ist immer mit 256Bit verschlüsselt und es stehen insgesamt momentan 27 Server in 17 Ländern zur Verfügung. Allein aus diesen beiden Fakten ergeben sich

einige entscheidende Vorteile:

  • sichere Verbindung in unsicheren Netzwerken (z.B offenes WLAN)
  • Nutzung IP-basierender Internetdienste (z.B Fox VOD in Amerika)
  • Gleichzeitige Funktion einer Firewall (Port Forwarding auf einigen Servern möglich)
  • Besserer Schutz gegen Internetabzocke (kein IP-Nachweis)
  • schneller IP-Wechsel bei blockierten IP-Ranges
  • je nach Standort Umgehen von lokalen Sperrlisten
  • (relativ) anonyme Nutzung von Downloads (z.B. P2P)
  • gewappnet gegen Willkür (”IP hat eine Seite der Sperrliste aufgerufen, deshalb Hausbesuch”)

Es ergeben sich also im Allgemeinen durch die Nutzung eines VPN-Anbieters viele Vorteile und der Preis hätte sich schon bei dem ersten Fehlschritt im Netz (der freiwillig oder unfreiwillig passieren kann) gerechnet (z.B bei dubiosen Dienstleistern im Internet). Im nächsten Teil stelle ich euch die verschiedenen Standorte und Anbindungen vor.